Wo ihr gerade steht
Equipment, Markt, Recht und Team auf einen Blick — Grundlage für die Gründungsentscheidung.
Kernthese
Die drei Entscheidungen, die den größten Unterschied machen
- Doku-Ästhetik als Differenzierung nutzen — im Wettbewerbsfeld positioniert bisher kaum jemand "echte Dokumentarfilm-Handschrift für Werbekunden" konsequent. Genau das ist eure Ausbildung.
- KI als Werkzeug einsetzen, nicht bekämpfen — schnellere Post, günstigere Angebote für kleine Budgets. Das Billigsegment für Voll-KI-Spots ist ohnehin nicht eure Zielkundschaft (die will echte Menschen und echte Orte).
- Nebenerwerb ist der richtige Einstieg — Postproduktion ist bei euch schon stark aufgestellt, die verbleibende Lücke (v.a. Audio) ist überschaubar. Kapazität, nicht Kapital, wird der erste Engpass.
Equipment-Abdeckung
Marktlage (Kontext)
Equipment: vorhanden vs. fehlend
Kamera und Optik sind bei euch dreien schon stark — die Lücken liegen bei Audio und Zusatzlicht.
Du
Timo
Braucht noch: eigene DaVinci Resolve Studio-Lizenz
Linus
Braucht noch: eigene DaVinci Resolve Studio-Lizenz
Was noch fehlt
Zum Abhaken, sobald angeschafft — die Summe unten rechnet live mit.
| Kategorie | Posten | Preisspanne | Priorität |
|---|
Wettbewerb im Umkreis
Firmen mit Fokus Werbefilm, Imagefilm oder Dokumentarfilm rund um Nürnberg. Radius und Fokus sind filterbar.
Knapp außerhalb des Reglers (Hamburg, ca. 462 km, daher nicht im Filter enthalten): Markenfilm — größte Werbefilmproduktion Deutschlands (markenfilm.de) — und 27 Kilometer Entertainment — Branded Entertainment mit OpenAI-Kooperation und Sundance-Teilnahme 2025 (27km.com). Erwähnenswert als Referenzgröße, aber nicht als direkte lokale Konkurrenz.
Preise, Lage, KI-Einfluss
Belastbare Vollstatistiken für das Werbefilm-Segment sind rar — die folgenden Werte sind Richtwerte aus mehreren Quellen, siehe Anmerkung unten.
Tagessätze kleiner Teams (Richtwerte)
Preissegment: klassische vs. KI-generierte Produktion
Überlappungszone 5.000–10.000 € ist der Bereich, in dem beide Ansätze direkt konkurrieren
Wachsende Nischen 2025/26
- Employer-Branding / Recruiting-Filme — Video-Stellenanzeigen: +12% Aufrufe, +34% Bewerbungen laut Branchenquellen
- Social-First / vertikale Kurzformate — ~90% höhere Completion-Rate, 75% des Videokonsums mobil
- KI-gestützte Postproduktion als Effizienzhebel — bis zu 80% schnellerer Rohschnitt/Untertitelung laut Branchenberichten
Einordnung KI-Hype
Überwiegender Tenor 2025/26: KI ist aktuell Effizienzwerkzeug, keine Verdrängung — besonders bei Corporate-/Imagefilm mit echten Personen, Standorten und Testimonials. Das entstehende KI-Billigsegment drückt vor allem einfache Social-Ads und Erklärvideos ohne echte Personen — nicht euer Zielsegment.
Hinweis zur Datenlage: Marktgrößen-/Wachstumszahlen speziell für das Werbefilm-Segment sind öffentlich kaum als Vollerhebung verfügbar. Die Produktionsallianz-Umfrage 2025 deckt primär TV-/Kinoproduktion ab und dient hier als bester verfügbarer Näherungswert; Tagessätze und Nischentrends stammen aus mehreren Branchenratgebern, nicht aus einer Verbandsstatistik.
Marketing & Sichtbarkeit
Website und Content sind kein Nebenschauplatz — sie sind bei einer Nebenerwerbs-Gründung ein eigener Zeitposten, der gegen Drehtage und Nebenjobs konkurriert.
Instagram-Reichweite der Konkurrenz
Follower-Zahlen aus öffentlichen Profilen, grobe Größenordnung — selbst die sichtbarste Firma der Region liegt bei ca. 2.500 Followern
Telefilm und HERE Film ohne öffentlich auffindbare Follower-Zahl — Werbefilmproduktion ist B2B, organische Reichweite ist strukturell begrenzt. Eine kleine, neue Firma muss hier nicht mit etablierten Playern mithalten, um sichtbar zu sein.
Plattform-Rollen
- LinkedIn — Leitplattform für B2B-Vertrauensaufbau und Entscheider-Ansprache, aber bei allen geprüften Wettbewerbern schwächer bespielt als man erwarten würde. Eine Lücke, die ihr mit wenig Aufwand besetzen könnt.
- Instagram — Markenbild, Ästhetik, lokale Sichtbarkeit. Durchgängig bespielt, aber Content-Frequenz der Konkurrenz nicht belastbar recherchierbar.
- YouTube — dient der Konkurrenz primär als Referenz-Hosting fürs Portfolio, kaum als aktiver Akquisekanal.
- TikTok — spielt bei keinem der recherchierten B2B-Wettbewerber eine erkennbare Rolle.
Website-Standard 2025/26
- Muss: Kundenlogo-Wall, Portfolio-/Projekt-Grid, kategorisierte Leistungen in der Navigation, Impressum & Datenschutzerklärung (Pflicht)
- Uneinheitlich: Autoplay-Showreel im Header ist seltener als erwartet, meist Standbild + Claim; Kontaktformular auf der Startseite nur bei der Hälfte der geprüften Seiten
- Branchenstandard: keine öffentliche Preisliste — nur 1 von 6 geprüften Firmen (7streich) zeigt Preisspannen. Individualangebot nach Briefing ist die Norm, kein Alleinstellungsmerkmal.
Wie kommt ihr realistisch an die ersten Kunden?
Aus Praktiker-Einschätzungen der Branche, nach Erfolgsaussicht für Berufseinsteiger ohne bestehendes Netzwerk geordnet
Persönliches Netzwerk
Ehemalige Kommiliton:innen, Dozierende, Kontakte aus Praktika/Studienprojekten — laut Praktikerstimmen der mit Abstand zuverlässigste Kanal.
Werbeagenturen als Auftraggeber, nicht Konkurrenz
Agenturen ohne eigene Produktionskapazität lagern Dreh/Post aus — als Subunternehmer eine realistische, wiederkehrende Einnahmequelle.
Nischen-Portfolio als Türöffner
Wenige, aber sehr gute Referenzprojekte in der Doku-Nische — notfalls anfangs unterbezahlt — schaffen mehr Vertrauen als breite Mittelmäßigkeit.
IHK- & Branchennetzwerke
Langsamer, aber seriöser Kanal für lokale Sichtbarkeit (z.B. Forum Kreativwirtschaft).
Kaltakquise — nicht empfohlen
Von Branchenpraktikern explizit abgeraten: wenig erfolgversprechend in der Kreativbranche und potenziell reputationsschädigend.
Lizenzpaket-Vorschlag
Bestätigt: Lizenzierung nach Nutzungsdauer/-umfang ist Branchenstandard, feste Prozentsätze sind aber Verhandlungssache
| Basis | Eigene Kanäle & Website des Kunden, zeitlich unbeschränkt — im Grundhonorar enthalten |
| Erweitert | Bezahlte Social-Ads/Kampagne, zeitlich begrenzt — Aufschlag verhandeln |
| Premium | TV/Kino/breite Mehrkanal-Kampagne — deutlicher Aufschlag, Einzelverhandlung |
Rechtsform & Nebenerwerb
Werbefilm wird steuerlich vermutlich als gewerblich eingestuft — das schließt die freiberufliche PartG in der Praxis eher aus.
| 3 Freelancer | GbR | PartG mbB | UG (haftungsbeschränkt) | |
|---|---|---|---|---|
| Haftung | nur für sich selbst | voll, persönlich, gesamtschuldnerisch | beschränkt auf Berufsfehler | beschränkt auf Gesellschaftsvermögen |
| Gründungsaufwand | keiner | formlos, kein Notar | Registereintrag ~100–150 € | Notar + Handelsregister ~285–425 € |
| Buchhaltung | einfache EÜR | einfache EÜR | einfache EÜR | doppelte Buchführung, ~1.500–3.000 €/Jahr Steuerberater |
| Außenwirkung | wirkt unverbindlich | solide, gemeinsamer Auftritt | seriös, aber nur bei echter Freiberuflichkeit zulässig | am professionellsten bei Firmenkunden/Ausschreibungen |
| Passt für euch? | eher nicht | Empfehlung zum Start | unwahrscheinlich zulässig | guter nächster Schritt |
Nebentätigkeit neben 20–30h-Job
- Arbeitsvertrag meist mit Anzeige-/Genehmigungspflicht — vorher beim Arbeitgeber klären, kein Wettbewerbsverbot verletzen
- Krankenversicherung bleibt über den Arbeitgeber, solange Selbstständigen-Einkommen unter 75% der Bezugsgröße (2025: 2.808,75 €/Monat) und die Selbstständigkeit zeitlich der Nebenjob bleibt
- Arbeitszeitgesetz gilt inklusive Nebentätigkeit (i.d.R. Ø 48h/Woche) — bei langen Drehtagen realistisch einplanen
Künstlersozialkasse & Gewerbe
- KSK bringt aktuell wenig, solange der Nebenjob die Haupteinnahmequelle ist — keine Pflichtmitgliedschaft, freiwillige Anmeldung lohnt sich selten
- Werbefilm-Auftragsproduktion für Firmenkunden gilt in der Praxis meist als gewerblich → IHK-Pflichtmitgliedschaft, Gewerbesteuer ab 24.500 €/Jahr Freibetrag (GbR)
- Einstufung vor Gründung mit spezialisiertem Steuerberater klären — im Nachhinein kaum korrigierbar
Rollen zuordnen
Zu dritt deckt ihr die Kernfunktionen für kleine/mittlere Aufträge ab. Für größere Produktionen (Cast, mehrere Locations, 2nd Cam) ist ein Freelancer-Pool branchenüblich.
Auslastung
Wie findet ihr einen Studionamen?
Voraussetzung für Website, Social-Media-Auftritt und Gewerbeanmeldung — siehe auch "Offene Fragen". Hier eine Eingrenzungshilfe, erste Vorschläge und Platz für eure eigenen Ideen.
Fragen, die den Namen eingrenzen
Bevor ihr euch festlegt — jede Frage schließt einen Teil des Namensraums aus
- Trägt er eure Positionierung? Doku-Ästhetik für Werbekunden ist laut Kernthese euer Differenzierungsmerkmal (siehe Übersicht) — soll der Name das andeuten, oder bewusst neutral bleiben?
- Funktioniert er für B2B? Firmenkunden (Adidas, Siemens & Co. bei der Konkurrenz) müssen ihn ernst nehmen — er muss also seriös genug für ein Angebot sein und gleichzeitig kreativ genug fürs Portfolio.
- Ist er kurz genug für Domain & Handle? Ideal: ein Wort, ohne Bindestrich, gut aussprechbar und am Telefon buchstabierbar.
- Sind .de-Domain und Instagram-/LinkedIn-Handle frei? Vor jeder Vorentscheidung einzeln prüfen — erst danach den Favoriten wirklich festlegen.
- Verwechslungsgefahr mit einem der 21 erfassten Wettbewerber? Kurzer Abgleich mit dem Wettbewerb-Tab, bevor ihr euch verliebt.
- Bleibt er passend, wenn ihr wachst? Team größer, UG-Umwandlung, neue Locations — ein Name, der nur "drei Freunde aus Nürnberg" transportiert, kann später einengen.
- Rechtlicher Punkt bei GbR: Ohne Eintragung als eGbR im Gesellschaftsregister ist ein Fantasiename nicht als Firmenname geschützt, und im Impressum/auf Rechnungen müsst ihr weiterhin alle vollen Namen der Gesellschafter angeben (z.B. "Studioname, [Name] GbR, bestehend aus: Vorname Nachname, Vorname Nachname, Vorname Nachname"). Der Fantasiename kann trotzdem ganz normal als Marke auf Website und Social Media stehen.
40 Vorschläge
Breite Auswahl statt weniger Favoriten — nach Kategorie sortiert, damit ihr gezielt in eine Richtung stöbern könnt. Acht mit Favorit markiert. Als Diskussionsgrundlage, nicht als Empfehlung — Domain-/Handle-Verfügbarkeit noch ungeprüft.
| Name | Idee dahinter | Kategorie |
|---|---|---|
| Fernblick | Kurz, sprechbar, transportiert Weitblick/Vision ohne Kamera-Klischee zu bedienen — klingt nach echtem Studionamen | Abstrakt Favorit |
| Augenmerk | Eigenständiges deutsches Wort für "besondere Aufmerksamkeit" — enthält "Auge", ohne plump auf Kamera zu verweisen | Abstrakt Favorit |
| Augenblick Film | "Augenblick" = Moment; enthält "Auge" und spielt auf den entscheidenden Moment im Dokumentarischen an | Abstrakt Favorit |
| Sichtwerk | "Sicht" + "Werk" — nüchterne Handwerks-Metapher, klingt nach etabliertem Studio | Abstrakt |
| Feinsicht | Feine, genaue Wahrnehmung — ungewöhnliches, kurzes Wort | Abstrakt |
| Kontur Film | "Kontur" = einer Geschichte Form/Umriss geben — elegant, leicht französisch angehaucht | Abstrakt |
| Kieselwerk | Bodenständiges, unaufgeregtes Naturwort — regionaler Unterton ohne plumpen "Franken"-Bezug | Abstrakt |
| Bildhaft | Reales deutsches Wort für "anschaulich, wie ein Bild" — direkter Bezug zum Handwerk ohne Kamera-Klischee | Doku |
| Klarsicht Film | Verbindet Ehrlichkeit/dokumentarischen Anspruch mit einer optischen Metapher, seriös und modern | Doku |
| Nitor | Lateinisch "Glanz, Klarheit" — eigenständiges, unverbrauchtes Kunstwort, funktioniert auch ganz ohne "Film"-Zusatz | Latein Favorit |
| Vero Film | Lateinisch "wahr, echt" — sehr kurz, international lesbar, transportiert den Doku-Anspruch unaufdringlich | Latein |
| Verum Film | Lateinisch "das Wahre" — Substantiv-Variante zu Vero, ebenso kurz und international | Latein |
| Lumenwerk | Lateinisch "Licht" + "Werk" — Licht als zentrales Handwerksmittel, hochwertiger Klang, gute Wortmarke | Latein |
| Opus Film | Lateinisch "Werk" — im Kunstkontext für ein bedeutendes Werk gebräuchlich | Latein |
| Candor Film | Lateinisch "Offenheit, Aufrichtigkeit" — passt zur dokumentarischen Ehrlichkeit, klingt hochwertig | Latein |
| Origo Film | Lateinisch "Ursprung" — für den Anspruch, an den Kern/Ursprung einer Geschichte zu gehen | Latein |
| Habicht Film | Der scharfäugige Beobachter — starkes, unverbrauchtes Bild, funktioniert wie "Boxfish" oder "Oakstone" bei der Konkurrenz | Natur Favorit |
| Eisvogel Film | Präziser, farbenprächtiger Jäger — poetisches, unverbrauchtes Bild mit hohem Wiedererkennungswert | Natur Favorit |
| Luchs Film | Der Luchs gilt als besonders scharfsichtig — bekanntes deutsches Tierwort, einprägsam | Natur |
| Bussard Film | Heimischer Greifvogel, kurz und bodenständig — unaufgeregte Alternative zu exotischeren Tiernamen | Natur |
| Kiebitz Film | Markanter heimischer Vogel, umgangssprachlich auch für "aufmerksamer Beobachter" | Natur |
| Wanderfalke Film | Schnellster Vogel der Welt — starkes Bild für Präzision und Tempo, etwas länger im Klang | Natur |
| Streiflicht | Fachbegriff für seitlich einfallendes Licht, das Textur sichtbar macht — poetisch und technisch zugleich | Licht Favorit |
| Gegenlicht Film | Realer Fachbegriff aus der Kameraarbeit — stimmungsvoll, sofort als Filmbezug erkennbar | Licht |
| Zwischenlicht | Konstruiertes, aber stimmungsvolles Wort für die Dämmerungsphase (goldene Stunde) — eher ungewöhnlich als etabliert | Licht |
| Kadenz Film | Musikbegriff für Rhythmus/Schlusswendung — überträgt sich gut auf Erzähltempo und Schnitt | Handwerk |
| Facette Film | "Facette" = eine Seite eines Themas — elegant, leicht französisch, passt zur Vielseitigkeit von Werbefilm/Doku | Handwerk |
| Tonlage Film | Bezieht sich auf den erzählerischen "Ton" eines Films — ungewöhnlicher Blickwinkel abseits der Bildsprache | Handwerk |
| Kammerton Film | Musikbegriff für den Referenzton (Kammerton A) — ungewöhnliches Bild für "der Maßstab sein" | Handwerk |
| Noris Film | Historischer/lateinischer Name für Nürnberg (bekannt z.B. von Norisbank) — authentischer Lokalbezug ohne Klischee | Regional Favorit |
| Reichswald Film | Der Nürnberger Reichswald als konkreter, unverwechselbarer Ortsbezug statt allgemeinem "Franken" | Regional |
| Pegnitz Film | Der Fluss durch Nürnberg — dezenter, eleganter Regionalbezug | Regional |
| Kernblick | Rückbezug auf die "Kernthese" dieser App: den Kern einer Geschichte erkennen und zeigen | Konzept |
| Dritte Perspektive | Spielt subtil auf euch zu dritt an, ist aber gleichzeitig ein echter Fachbegriff (Kamerastandpunkt) | Konzept |
| Weitwinkel Film | Bekannter Kamera-Fachbegriff (Weitwinkelobjektiv) — leicht verständlich, aber auch häufiger genutzt | Konzept |
| Trifokus | "Tri" (drei) + "Fokus" — verbindet Gründerzahl und Kamerabegriff, ohne aufdringlich zu wirken | Zahl |
| Triopie | Freies Kunstwort aus "Trio" — kurz, einzigartig, gut als Wortmarke schützbar | Zahl |
| Kollektiv Drei | Benennt offen die Struktur zu dritt — "Kollektiv" ist in der Kreativbranche ein gängiger, moderner Begriff | Zahl |
| Dreiwerk | "Drei" + "Werk" — knappe, unaufgeregte Zahl-Anspielung im gleichen Stil wie Lumenwerk/Kieselwerk | Zahl |
| Studio NTL | Initialen Noah, Timo, Linus — als "Studio"-Präfix seriöser und internationaler als ausgeschriebene Initialen | Initialen |
Eigene Ideen sammeln
Nur für die gemeinsame Sitzung — wird beim Neuladen der Seite zurückgesetzt, nichts wird gespeichert.
Fahrplan
Konkrete Reihenfolge für die ersten Monate.
Offene Fragen
Themen, die in Equipment, Recht und Wettbewerb noch nicht abgedeckt sind, aber vor dem Start auf den Tisch sollten.
Nutzungsrechte & Lizenzierung
In der Werbefilmbranche wird üblicherweise nach Nutzungsdauer und -umfang lizenziert statt einmalig verkauft — z.B. "Social Media, 12 Monate, DACH" vs. "TV-Kampagne, europaweit, 3 Jahre". Wer das nicht im Angebot abbildet, verschenkt den größten Preishebel der Branche und verkauft Drehtage statt Verwertungsrechte.
→ Vor dem ersten Angebot: Lizenzstaffel definieren (Laufzeit × Kanal × Region).
Referenzen-Kaltstart
Ohne Referenzen kaum zahlende Kunden, ohne zahlende Kunden kaum Referenzen. Klassischer Ausweg: 2-3 Projekte für lokale Unternehmen/Vereine zu reduziertem Preis, dafür freie kreative Hand und garantierte Referenzfreigabe — gezielt in der Doku-Nische, um die Differenzierung von Anfang an sichtbar zu machen.
→ Wer aus dem Studium schon nutzbares Material hat, sollte das zuerst zu einem Showreel verdichten.
Markenname & Positionierung
Aktuell gibt es noch keinen Studionamen — der ist aber Voraussetzung für Website, Social-Media-Auftritt, Gewerbeanmeldung und Gesellschaftsvertrag. Auftritt als benanntes Kollektiv wirkt bei Firmenkunden meist professioneller als drei Einzelpersonen.
→ Sollte vor der Website-Erstellung stehen, nicht danach. Fragen, erste Vorschläge und eine Ideen-Sammelliste dazu im Name-Tab.
Arbeitsraum & Standort
Die meisten recherchierten Wettbewerber sind inhabergeführte Studios mit eigenem Raum. Für den Start reicht mobile Produktion plus Homeoffice-Schnitt — aber Kundentermine, Ausrüstungslagerung und ein glaubwürdiger Auftritt sprechen mittelfristig für einen festen (ggf. gemeinsam genutzten) Arbeitsraum.
→ Zunächst verzichtbar, aber als Meilenstein im Fahrplan mitdenken.
Preiskalkulation-Methodik
Tagessatz-basierte Kalkulation (siehe Branche-Tab) ist der branchenübliche Einstieg und einfach zu erklären. Value-based Pricing — Preis nach Wert für den Kunden statt nach Aufwand — funktioniert erst mit Verhandlungsmacht, die aus Referenzen und Nachfrage entsteht. Am Anfang realistisch: Tagessatz-Kalkulation mit klar ausgewiesenem Lizenzaufschlag.
Vertragswesen & Zahlungsmodalitäten
Eigene AGB, klare Angebotsvorlagen und ein Anzahlungsmodell (z.B. 30-50% vor Drehbeginn) schützen die Liquidität — gerade weil Equipment-Investitionen vorfinanziert werden müssen, bevor die erste Rechnung bezahlt ist.
→ Gehört in dasselbe Erstgespräch wie die Rechtsform-Entscheidung.
Zeitmanagement-Konflikt
Alle drei planen einen 20-30h-Nebenjob parallel zur Firma. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt im Schnitt ca. 48h/Woche über 6 Monate — ein voller Drehtag plus Schnitttage neben dem Nebenjob ist damit eng, aber machbar, solange Aufträge nicht überlappen. Realistische Kapazitätsplanung (wie viele Projekte parallel?) ist wichtiger als die Frage, ob drei Leute grundsätzlich reichen.